Lu10Nord-Le festival du jeu et de la création

Lu10Nord-Le festival du jeu et de la création

Ich war noch nie ein Freund von Brettspielen. Auch als Kind hatte ich nicht die Geduld oder den Enthusiasmus der dafür notwendig ist. Und somit war klar, dass sich meine Begeisterung in Grenzen hielt, als meine Familie mir vorschlug ” Le festival du jeu et de la création” in Mons-en-Barœul zu besuchen. Aber ich bin ein Freund der Herausforderung, also die Sachen zusammengepackt und mal schauen was so läuft auf dem ” Le festival du jeu et de la création”.

Als erstes fällt mir die Location auf. Le Fort Macdonald in Mons-en-Barœul ist aussen wie innen gross und beeindruckend und Gastgeber für kulturelle Veranstaltungen wie Theateraufführungen und Konzerte. Für alle neugierigen giebt es hier mehr Infos. Und dann rein ins Getümmel bestehend aus interessierten Familien, Brettspielnerds und Cosplayern.

Cosplay ist ein Universum für sich zu dem ich noch weniger Zugang habe als zu Brettspielen. Trotzdem haben Cosplayer meine Bewunderung für ihre Individualität und ihr Freiheitsgefühl. Denn um als Erwachsener Mann mitte Vierzig als Kriegself oder Barbar, Ork oder Templer in kompletter und wie sich am entsprechendem Verkaufsstand herausstellte auch ziemlich teurer Verkleidung herumzulaufen bedarf es wie ich finde eines enormen Freiheitsgefühls.

Auf dem Weg von der Cosplayarena in der Typen mit Plastikschwertern auf einander losgehen und sichtlich Spaß daran haben entdecken wir in einem Nebenraum eine Ausstellung von Künstlern die bekannte Spiele gestaltet haben. Von diesen Künstlern arbeiten viele komplett digital und zeichnen vom Entwurf bis zum fertigen Werk nur noch am Computer.

 

 

Und dann treffe ich an einem der Verkaufsstände auf etwas beeindruckendes. Brettspiele aus Holz in eigenem Atelier in Caen hergestellt. Super verarbeitet und mit gutem Design.

Mit einem stilisierten Globus als Bausatz zum selber montieren ebenfalls komplett aus Holz. Genial.

Und nach drei Stunden und einer Partie Outdoor-Lasergame ist es Zeit sich zu verabschieden. Und was bleibt ist die Erkenntniss, dass ich Brettspiele cool finde aber eben nur als handwerkliches Objekt. Die Begeisterung Brettspiele auch wirklich zu spielen hat mich auch diesmal erwartungsgemäss nicht gepackt. Ich habe aber trotzdem einen guten Nachmittag verbracht und wieder einmal die Diversität des menschlichen Lebens bewundert.

 

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